Auf der Landkarte der CAR ist die Baustelle die Hauptfigur – doch ein erheblicher Teil des Lebens von Material und Ausrüstung spielt sich anderswo ab: im Lager am Betriebsstandort, im Vorfertigungswerk und auf dem Weg dazwischen. Lebt die Deckung nur auf der Baustelle, bleiben die empfindlichsten Phasen der Schadengefahr ungedeckt. Dafür gibt es die Erweiterung für Lagerung und Transport.
Drei typische Situationen. Das vorbestellte Material: Belag oder Gebäudetechnik, die zur Vermeidung von Preissteigerungen im Voraus gekauft wurden, warten am Betriebsstandort der Firma – dorthin reicht die Baustellendeckung nicht. Die Vorfertigung: Das Betonfertigteil oder die Stahlkonstruktion entsteht im Werk des Herstellers und gelangt erst beim Einheben auf die Baustelle. Und der Transport: der Weg vom Betriebsstandort oder vom Hersteller bis zur Baustelle, auf dem Beschädigung der Ladung, Unfall und Diebstahl drohen. Alle drei lassen sich einschließen – aber man muss es auch tun.
Bei der Anlagenmontage macht die Ausrüstung oft einen erheblichen Anteil des Projektwerts aus – und ist häufig ein individuell gefertigtes Teil mit langer Herstellungszeit. Wird sie beim Transport beschädigt, beschränkt sich der Schaden nicht auf den Gerätewert: Die Ersatzbeschaffung kann Monate dauern, und das gesamte Projekt gerät in Verzug. Deshalb ist bei großen Anlagen die Deckung der Transportphase (samt Transportweg, Hebevorgang und provisorischer Lagerung) eine zentrale Frage der Vertragsvorbereitung – zu lesen als Ergänzung zum Artikel zur Anlagenmontage.
Bei der Lagerung in der Regel: ein verschlossener oder bewachter Bereich, geordnete Lagerhaltung, die Einhaltung der Diebstahl-Anforderungen – dieselbe Logik wie beim Diebstahl auf der Baustelle. Beim Transport: ordnungsgemäße Sicherung, fachgerechte Verladung, gegebenenfalls Meldung von Transportweg oder Wert bei größeren Posten. Die Bedingungen arbeiten mit Limits: einem Höchstbetrag je Lagerort oder Transport – dieser muss an die tatsächliche Logistik des Projekts angepasst werden.
Bei der Angebotsanfrage braucht es auf drei Fragen eine genaue Antwort: Wo wird außerhalb der Baustelle gelagert (und in welchem Wert), woher kommen die kritischen Posten, und wie hoch ist der größte gleichzeitig unterwegs befindliche Wert? Daraus ergibt sich der Umfang der Erweiterung. Die Fragenliste enthält das Projekt-Datenblatt; die gesamte Deckungsübersicht: was gedeckt ist und was nicht.
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