Die Baustelle steht in der Diebstahlstatistik ganz vorn, und daran ist nichts zu beschönigen: viele wertvolle, mobile, leicht verkäufliche Geräte, nachts leerstehendes Gelände, ständig wechselndes Personal. Die Versicherung deckt dieses Risiko – aber nicht bedingungslos: Die Diebstahldeckung ist der Bereich, der am strengsten an Erwartungen gekoppelt ist.
Die Hitliste: Handwerkzeug und Kleingeräte aus dem Container, Kabel und Kupfer aus der Installation, Kraftstoff aus Maschinen, Baumaterial vom Lagerplatz, und immer häufiger Photovoltaik-Module. Der Einbruchspunkt ist in der Regel das schwächste Glied: ein offen gebliebener Container, ein lückenhafter Zaun, ein unbewachtes Wochenende. Der Schutz ist deshalb nicht in erster Linie Technik, sondern Ordnung: Verschließen, Bestandsführung, ein Verantwortlicher.
Die Bedingungen koppeln die Diebstahldeckung in der Regel an ein Schutzniveau: verschlossene (und in bestimmter Qualität verschlossene) Lagerung außerhalb der Arbeitszeit, Zaun, Beleuchtung, ab einem bestimmten Wert Bewachung durch Personal oder elektronische Überwachung. Die genaue Erwartung unterscheidet sich von Police zu Police – beim Vertragsschluss ist zu klären, ob die tatsächliche Schutzsituation des Projekts dem Wortlaut entspricht. Ist die vorgeschriebene Bewachung in der Realität nicht vorhanden, bleibt die Deckung auf dem Papier – das ist einer der ständigen Punkte bei den häufigen Ablehnungsgründen.
Das Rückgrat der Regulierung eines Diebstahlschadens ist die Nachweisbarkeit: Einbruchsspuren, Anzeige bei der Polizei (und das Aktenzeichen der Ermittlung), die Identifizierung der entwendeten Positionen – für Letzteres braucht es eine aktuelle Geräte- und Materialbestandsliste, bei Maschinen eine individuelle Kennung. Ein Fehlbestand vom Typ „irgendwann im Laufe des Monats verschwunden“ ist eine Inventurdifferenz, kein Diebstahl – dafür besteht keine Deckung. Der Ablauf: Sicherung des Tatorts, Anzeige, Fotos, Meldung über die Hotline des Versicherers: Artikel zur Meldung.
Bewachung und geordnete Lagerung kosten Geld – Diebstahl und Stillstand kosten mehr. Das praktische Minimum: nachts verschlossene und gesicherte Maschinen (Artikel zu Maschinen), planmäßige Anlieferung von wertvollem Material (es sollte nicht wochenlang vor Ort stehen – Artikel zur Lagerung), fotografische Dokumentation des Lagerplatzes und eine klare Verantwortungsordnung fürs Verschließen. Die tägliche Checkliste: Schadenverhütung.
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