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Überprüfung des Jahres-Rahmenvertrags

Die große Stärke des Jahres-Rahmenvertrags ist, dass man sich nicht projektweise darum kümmern muss – und genau das ist auch seine Schwachstelle: Was von selbst läuft, sieht sich niemand an. Dabei verändert sich ein Unternehmen in einem Jahr stark: Der Umsatz wächst, das Profil erweitert sich, der Maschinenpark tauscht sich aus. Die Überprüfung, wenn sie angezeigt ist, ist der Punkt, an dem der Rahmenvertrag die Realität einholt.

Kurz gefasst:
  • Der Jahrestag ist keine administrative Frist, sondern eine Gelegenheit: Hier lassen sich Prämie, Bedingungen und Struktur anpassen.
  • Die vier Hauptfragen: Umsatzbasis, Tätigkeitsbereich, Limits und Selbstbeteiligungen, Schadenstatistik.
  • Die Überprüfung ist auch der natürliche Zeitpunkt für eine Angebotseinholung – mit einer Vergleichsgrundlage.
  • Die abhakbare Liste liegt im Vorlagen-Regal bereit: Checkliste zur Überprüfung des Jahres-Rahmenvertrags.

1. Die Grundlage: Umsatz und Volumen

Die Prämie und die Deckung des Rahmenvertrags basieren typischerweise auf dem Umsatz oder der Anzahl der Aufträge – ist das Unternehmen gewachsen, bedeutet eine veraltete Basis Unterversicherung, ist es geschrumpft, eine überflüssige Prämie. Die Jahrestagsmeldung (voraussichtliches Jahresvolumen) ist deshalb keine Formsache, sondern die Anpassung der Deckung an die tatsächliche Größe. Hierzu gehört auch die Prüfung des Höchstwerts pro Projekt: Für Arbeiten über dem Projektlimit des Rahmenvertrags ist eine gesonderte Police nötig – das muss man vorher wissen, nicht mitten in der Arbeit: Artikel zum Rahmenvertrag.

2. Das Profil: Was macht das Unternehmen heute?

Der Rahmenvertrag ist auf den Tätigkeitsbereich zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zugeschnitten. Ist seitdem der Tiefbau, die Installation von Solaranlagen oder Arbeit in laufenden Betrieben hinzugekommen – das ist eine Veränderung des Risikobilds, der der Rahmenvertrag folgen muss. Eine nicht gemeldete Profilerweiterung ist die rahmenvertrags-spezifische Variante der Ablehnungsgründe: Der Schaden trifft eine Art von Arbeit, von der der Vertrag nichts wusste.

3. Die Struktur: Limits, Selbstbeteiligungen, Erweiterungen

Anhand der Erfahrungen des Jahres lässt sich die Struktur nachjustieren: War das Haftpflichtlimit ausreichend für die Anforderungen der Auftraggeber (Ausschreibungen!), passen die Selbstbeteiligungen zum tatsächlichen Schadenbild, braucht es neue Erweiterungen (Maschinen, Lagerung, Gewährleistungsniveau)? Hier kommt auch die Schadenstatistik ins Spiel: die Erkenntnisse aus den Schadenfällen des abgeschlossenen Jahres – was kam, woraus, was sich verhindern lässt: Artikel zur Schadenverhütung.

4. Der Markt: Am Jahrestag lohnt sich eine Angebotseinholung

Der Jahrestag ist der natürliche Zeitpunkt für einen Wechsel: Es gibt eine Vergleichsgrundlage (den laufenden Rahmenvertrag), es gibt eine Schadenstatistik, und es gibt Zeit für einen geordneten Übergang – unter Sicherstellung der Kontinuität der laufenden Projekte. Die Angebotseinholung ist keine Untreue, sondern Marktroutine: Das Ziel ist nicht unbedingt der Wechsel, sondern die Gewissheit, dass der Rahmenvertrag wettbewerbsfähig ist: Vergleichstabelle. Die Aufgaben in abhakbarer Form: Überprüfungsliste.

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Dieser Artikel ist rein informativ, enthält allgemeine Informationen und stellt kein Angebot und keine Versicherungs- oder Rechtsberatung dar. Die konkreten Deckungen werden durch die jeweils geltenden Vertragsbedingungen der Versicherer bestimmt; die Sektionsstruktur und der Umfang der Erweiterungen unterscheiden sich von Versicherer zu Versicherer.

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