Die Bau-Montage-Versicherung kennt zwei Betriebsmodi: eine Police für jeweils ein Projekt, oder einen Jahres-Rahmenvertrag für sämtliche Arbeiten der Firma. Beide folgen derselben Deckungslogik – der tatsächliche Deckungsinhalt kann jedoch abweichen: Der Rahmenvertrag arbeitet in der Regel mit Standardbedingungen und einer Wertgrenze pro Projekt, die Projekt-Police lässt sich auf das jeweilige Bauwerk zuschneiden. Die Wahl ist keine Geschmacksfrage, sondern eine der Arbeitsorganisation.
Wenn die Firma jährlich ein oder zwei größere, klar umrissene Arbeiten ausführt, oder wenn ein einzelnes, aus der Reihe fallendes Projekt (im Wert, im technischen Umfang, in der Dauer) vom gewohnten Muster abweicht. Die Projekt-Police schneidern wir auf das jeweilige Bauwerk zu: genauer Wert, genauer Zeitraum, auf den Standort abgestimmte Erweiterungen. Auch bei Ausschreibungen ist das der typische Weg, weil die Ausschreibungsunterlagen häufig eine projektspezifische Versicherungsbestätigung verlangen – die Einzelheiten: Bestätigung in der Ausschreibung.
Wenn die Arbeiten fortlaufend laufen – Dachsanierungen, Fassaden, Netzanschlüsse, aufeinanderfolgende Bauvorhaben –, dann ist das projektweise Abschließen langsam, verwaltungsaufwendig, und leicht bleibt dabei eine Arbeit außen vor. Der Jahres-Rahmenvertrag dreht das um: Der Vertrag legt die Bedingungen im Voraus fest, in der Regel auf Umsatz- oder Auftragszahl-Basis, und die startenden Arbeiten kommen nach den Meldevorschriften in die Deckung. Der Rahmenvertrag „nimmt also nicht automatisch alles mit“: Die Einhaltung der Regeln – was, wann, auf welchem Weg gemeldet werden muss – ist die Seele dieser Konstruktion.
Es gibt drei wiederkehrende Fehler. Der erste ist die versäumte Meldung: Die Arbeit beginnt, die Meldung verzögert sich, und genau dann tritt der Schaden ein. Der zweite ist das Herauswachsen aus dem Rahmen: Die Firma wächst, die Umsatzbasis veraltet, die Deckung fällt hinter die Realität zurück – deshalb braucht es die Überprüfung, wenn sie angezeigt ist oder gewünscht wird. Der dritte ist der Profilwechsel: Der Rahmenvertrag gilt für die gewohnten Arbeitstypen, und ein untypisches Projekt (andere Technologie, größere Tiefe, ein laufender Betrieb) kann daraus herausfallen – in diesem Fall braucht es eine Abstimmung oder eine eigene Police.
Die richtige Frage ist nicht, welches Modell weniger kostet, sondern welches die Arbeitsweise der Firma besser abbildet. Ein paar große Projekte im Jahr → Projekt-Police. Fortlaufende, ähnliche Arbeiten → Rahmenvertrag. Gemischtes Bild → Rahmenvertrag für den Regelbetrieb, eigene Police für das herausragende Projekt. Die Zahlen und Bedingungen sollte man aus den konkurrierenden Angeboten mehrerer Versicherer vergleichen – dabei helfen die Prozess-Seite und die kostenlose Beratung.
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