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Bedarfsanalyse: so entsteht die Deckungsstruktur

Gute CAR-Deckung kommt nicht aus dem Katalog, sondern aus dem Projekt: Sie entsteht aus dem technischen Inhalt, dem Terminplan, dem Standort und den vertraglichen Verpflichtungen. Diese Übersetzungsarbeit nennen wir Bedarfsanalyse – von der Sprache des Projekts in die Sprache der Deckung. Dieser Artikel zeigt, wie sie abläuft und welche Entscheidungspunkte sie durchläuft.

Kurz gefasst:
  • Ausgangspunkt der Bedarfsanalyse sind die fünf Grunddaten des Projekts: was, für welchen Wert, wo, wann, mit wem.
  • Die Schichten der Deckungsstruktur: Grunddeckung → Erweiterungen → Limits und Selbstbeteiligungen.
  • Jede Schicht ist eine Entscheidung: die Balance zwischen Risikoübernahme und Kosten – Ihre Entscheidung, gut vorbereitet.
  • Die ausgelassene Frage ist teurer als die überflüssige: deshalb fragen wir alles bis zum Ende durch.

Erste Schicht: die Grunddeckung

Es beginnt mit der Einordnung: CAR oder EAR, Projekt-Police oder Jahres-Rahmenvertrag. Danach das Rückgrat des Sachteils: der volle Wert der Bauleistung – mit Zulieferungen und Eigenleistung. Und die Größe des Haftpflicht-Teils: nach der Umgebung (Nachbarn, Verkehr, laufender Betrieb). Dieses Grundgerüst hat jeder; die nächste Schicht ist schon projektspezifisch.

Zweite Schicht: die Erweiterungen

Hier entscheidet sich, wie gut die Deckung wirklich passt: Altbestand (wenn es keine grüne Wiese ist), der Gewährleistungszeitraum (abgestimmt auf die vertragliche Verpflichtung), Lagerung und Transport (abgestimmt auf die Logistik), Maschinen (abgestimmt auf den Maschinenpark), Elementarschadenklauseln (abgestimmt auf den Standort). Die Methode ist einfach: Fragen Sie sich bei jeder Erweiterung, was ohne sie am schlechtesten denkbaren Tag passieren würde – und Ihre Antwort entscheidet.

Dritte Schicht: Limits und Selbstbeteiligungen

Am Ende der Struktur steht die Feinabstimmung der Zahlen: Sublimits für heikle Schadenarten, Selbstbeteiligungen je Schadenart – hier wird ein Kompromiss zwischen Prämie und der im Schadenfall erwarteten Leistung geschlossen. Eine höhere Selbstbeteiligung senkt die Prämie, schlägt aber bei häufigen kleinen Schäden zurück; ein niedriges Sublimit kostet weniger, reicht aber beim großen Schaden nicht. Das ist keine Trickfrage, sondern eine offene Abstimmung – genau das, was der Artikel Die Falle des billigen Angebots von der Kehrseite zeigt.

Das Ergebnis: das Briefing für die Angebotseinholung

Das Ergebnis der Bedarfsanalyse ist ein präzises Briefing, mit dem wir zu den Versicherern gehen: So beantworten die Angebote dieselbe Frage und werden vergleichbar. Die Analyse selbst beginnt mit der 20-minütigen Konsultation (Ablauf hier), die Datenskizze lässt sich vorab auf dem Projekt-Datenblatt erstellen.

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Dieser Artikel ist rein informativ, enthält allgemeine Informationen und stellt kein Angebot und keine Versicherungs- oder Rechtsberatung dar. Die konkreten Deckungen werden durch die jeweils geltenden Vertragsbedingungen der Versicherer bestimmt; die Sektionsstruktur und der Umfang der Erweiterungen unterscheiden sich von Versicherer zu Versicherer.

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